In Bad Wildungen herrscht seit vielen Jahren Stillstand.
Ich kandidiere als Bürgermeisterin, weil ich die Probleme lösen möchte. Nicht allein, sondern gemeinsam mit dem Parlament und mit den Bürgerinnen und Bürgern in Bad Wildungen.

Ich will es anpacken und frischen Wind ins Rathaus bringen.

Eisbahn

Die deutschen Athletinnen und Athleten waren bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen in Pyeongchang so erfolgreich, wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Was für ein grandioser Erfolg. Ich weiß nicht, wieviele Wintersportfans am Samstagmorgen um 5:00 Uhr aufgestanden sind, um das Eishockeyspiel der deutschen Mannschaft zu verfolgen. Ich bin es und wurde mit einem spannenden Spiel belohnt. Auch die Goldmedaille im Eiskunstlauf der Paare war eine tolle Überraschung. Ist es Ironie, dass ich dabei an unsere Eisbahn denken musste? Meine Geschwister, unsere Kinder und Ich haben das Schlittschuhlaufen mit größtem Spaß auf unserer Wildunger Eisbahn gelernt. Eine Bereicherung auf die wir alle ungern verzichtet hätten.Unser Bürgermeister betont bei jeder Veranstaltung, vor 40 Jahren seine Ehefrau auf unserer Eisbahn kennengelernt zu haben.
Die Eisbahn war schlicht ein Magnet, den man wiederbeleben muss. Ich werde als Bürgermeisterin alle Möglichkeiten prüfen, um die Eisbahn wieder in Betrieb zu nehmen. Verhandlungen müssen mit Herz, Verstand und Leidenschaft geführt werden.

Das Kurhaus muss saniert werden

Das in den 1980er Jahren erbaute Kurhaus wurde nach einem Ortstermin 2010 geschlossen.

Die Dachsanierung wurde mit € 100.000,00 bis etwa € 150.000,00 veranschlagt, 2011 wurde dem Stadtparlament ein Investitionsbedarf von € 300.000,00 vorgestellt.

2012 wurde das Parkdeck geschlossen, eine „Gefahrenverhütungsschau“ erfordere eine Investitionssumme von € 470.000,00, zum gleichen Zeitpunkt wurde die Investitionssumme für die Kurhaustechnik mit ca. € 615.000,00 angegeben. Wie hoch ist die Investitionssumme für Kurhaus und Tiefgarage heute, 5 Jahre später?

Es handelt sich um ein riesiges Areal.

Einen Teil davon sollte man für etwa touristische Zwecke verkaufen und den Teil mit den Sälen und dem Restaurant, nebst ehemaligem Lesesaal wieder aktivieren. Durch den Verkauf des Areals könnte die Wiederinbetriebnahme des Kurhauses und des Parkdecks finanziert werden.

Eine Kurstadt ohne Kurhaus kann ich mir nicht vorstellen, es hat die ganzen Jahre gefehlt.

Bei Expedia.de hat am 12.03.2015 jemand folgende Anzeige geschaltet:

„Das Kurhaus ist eine der attraktiven Örtlichkeiten in Bad Wildungen. Es versteht sich als Tagungs- und Veranstaltungszentrum. Sein Ambiente ist gehoben bis hin zu festlich. Das großzügige Foyer bietet sich insbesondere für Ausstellungen und Empfänge an. Es ist sehr hell und elegant ausgestattet. Für Veranstaltungen stehen zwei Säle zu jeweils 180 qm sowie 20 qm zur Verfügung. Sie sind modern eingerichtet und mit Tagungstechnik ausgestattet. Weitere drei Tagungsräume bis zur Gesamtgröße von 650 qm sind per Rollstuhl befahrbar. Es können Tagungen für bis zu siebenhundert Personen durchgeführt werden. Gastronomisch werden ein Arkaden-Cafe, sowie zwei Restaurants angeboten. Die maximale Sitzplatzkapazität ist für etwa 250 Gäste ausgelegt. Es besteht eine Kooperation mit verschiedenen ortsansässigen 4*-Hotels.“

Genauso stelle ich mir unser Kurhaus vor, auch wenn die Angaben zu den Sälen nicht ganz richtig sind.

Aber darüber hinaus könnte man beim Erhalt des Kurhauses darüber nachdenken, im Rahmen der Tourismusförderung im Kurhaus die Möglichkeiten einer ambulanten Badekur zu aktivieren, vielleicht aber auch im Heloponte anzusiedeln. Die Kombination aus Wellness, Fitnessbereich und Therapie bringt bestimmt die entsprechenden Besucherzahlen auch für unsere Hoteliers und Pensionsbetreiber.

Update:

wer gestern in der Stadtverordnetenversammlung war, hat sich sicherlich sehr gewundert. Nach Vorstellung des Projektes Kurhaus hat die CDU die Verweisung in den Planungsausschuss beantragt. Allen Stadtverordneten bis auf die Fraktionsvorsitzenden, wurde das Projekt erstmalig vorgestellt. Dass dann Redebedarf besteht, ist doch klar. Die Verweisung in den Planungsausschuss ist da die richtige Konsequenz. Dass ein Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes gefasst wurde und hier die CDU zugestimmt hat, bedeutet noch keine Zustimmung zum Konzept der Projektentwickler PQ GmbH, plannQUADRAT und der Brendal Hotel Group. Diese stehen ja erst am Anfang ihrer Planungen. Unabhängig davon, was letztendlich auf dem Kurhausareal umgesetzt wird, bedarf es hier einer Änderung des Bebauungsplans.
Deshalb bleibe ich bei meiner Forderung, die Tiefgarage zunächst in Betrieb zu nehmen. Hier sind zahlreiche Interessenten, die die Parkplätze fest anmieten wollen, auch Besuchern müssen im oberen Bereich der Brunnenallee, Dr.-Born-Straße und Langemarkstraße dringend mehr Parkraum zur Verfügung gestellt werden.

Die Diskussion des Konzepts ist notwendig. Die Projektentwickler sprachen von einem Investitionsvolumen von 15 Mill. Euro für den Hotelbau. Auf dem Areal sollen daneben auch noch Eigentumswohnungen mit gehobener Ausstattung entstehen.
Warum haben die Projektentwickler nicht den Wunsch der Wildunger nach dem Erhalt des Kurhauses aufgenommen, weil die Verwaltung das so vorgegeben hat? Schließlich betreibt die Hotelgruppe in Heidenheim und Esslingen ihre Hotels auch in Kombination mit einer dort vorhandenen Stadthalle bzw. einem Kongresszentrum. Die Projektentwickler sprachen vom Synergieeffekt und genau darüber muss mit den Projektentwicklern gesprochen werden. Ziel muss es sein, in einem Kombinationsprojekt mit den Hotelbetreibern die vorhandenen Säle im Kurhaus wieder in Betrieb zu nehmen und ein Hotel daneben zu errichten. Dafür wird sich die Stadt finanziell engagieren müssen. Und dabei ist zu berücksichtigen, dass das heute leer stehende Kurhaus der Stadt jährlich € 230.000 kostet. Dieses Geld ist in einem Gemeinschaftsprojekt mit einem Hotelbetreiber besser aufgehoben. Und ein solches Konzept zu entwickeln, ist die Aufgabe einer Bürgermeisterin. Der jahrelange Stillstand beim Kurhaus und das passive Warten auf potenzielle Investoren haben der Stadt geschadet. Konstruktives Zusammenwirken mit potenziellen Hotelbetreibern ist angesagt.
Wenn jetzt Millionen notwendig sind, um das Kurhaus wieder in Betrieb zu nehmen, dann ist das ein Zeichen dafür, dass der Bürgermeister seiner Verpflichtung, die Immobilie in Stand zu halten, nicht nachgekommen ist. Die hohen Kosten fallen deshalb an, weil das Gebäude immer mehr baulich und technisch verfällt. Und von der Einwerbung von Fördermitteln wurde gar nicht gesprochen.

Lebenswerte Stadtteile & digitale Infrastruktur

Die Ortsteile dürfen nicht vergessen werden.

Die Ortsbeiräte haben viel mehr Rückendeckung verdient.
Es kann auch nicht sein, dass ein Ortsvorsteher regelmäßig mit seinem Traktor zu einem bestimmten Baum fährt, um die Batterien eines Verstärkers zu wechseln, damit der Ort Handyempfang und Internet hat.

Flächendeckend muss dafür gesorgt werden, dass auch die Ortsteile ordnungsgemäßen Handyempfang haben. Ein schnelles Internet hilft den ansässigen Gewerbetreibenden, nicht von anderen abgehängt zu werden. Es führt vielleicht sogar dazu, dass sich Weitere in den Ortsteilen ansiedeln.

Bei dem Stichwort Internet: Ich möchte nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den Ortsteilen allen kostenloses Wlan zur Verfügung stellen, dazu müssen wir gute Standorte und Partner in der Kernstadt und den Ortsteilen finden. Die Hotspots sollten nicht nur in öffentlichen Gebäuden und an touristisch wichtigen Orten installiert werden, sondern auch in den Ortsteilen. Über die Internetseite der Stadt Bad Wildungen wird so auch auf die Ortsteile hingewiesen.

Gesundheitswesen

Bad Wildungen wird geprägt von Krankenhaus, Reha- und Akutkliniken, von Alten- und Pflegeheimen. Überall fehlen Fachkräfte in der Pflege, Personal wird dringend gesucht.

Die berufliche Schule, die Hans-Viessmann-Schule, soll neu errichtet werden und zwar unterhalb der Schule bzw. der Turnhalle an der Ense-Schule. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat eine Kooperation mit der Hans-Viessmann-Schule, dem Asklepios-Bildungszentrum und dem Bildungszentrum Werner-Wicker gegründet, diese werden sich zwar nicht an den Errichtungskosten beteiligen, aber durch ihren Beitrag zum Unterhalt bzw. zur Deckung der laufenden Kosten beitragen. Durch ihre Mitnutzung des Gebäudes wird auch die Ausbildung der Krankenpflege räumlich aufgewertet. Andere Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen können und werden folgen.

Als Bürgermeisterin werde ich die Akteure an einen Tisch bitten, um herauszufinden, was ich tun kann, um dieses Projekt schnellstmöglich zu realisieren.

Ich werde dabei bei der sinnvollen Vermarktung des Grundstückes in der Stresemannstraße behilflich sein, denn der Verkaufserlös dieses Areals finanziert den Neubau an der Enseschule. Hier ein Wohnprojekt zu realisieren, hilft unserer Stadt dabei, die Wohnraumsituation zu verbessern.

Damit der Kreis zeitnah das Projekt realisieren kann, kann die Bürgermeisterin sich um den Kauf der betreffenden Grundstücke kümmern, indem sie mit den betroffenen Grundstückseigentümern zeitnah in Verhandlungen tritt.

Eine schnelle Realisierung dieses Projektes sorgt für mehr Fachkräfte in Bad Wildungen im Bereich der Pflege.

Verwaltung

Die Bürgermeisterin ist die Schnittstelle zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Politik. Die Verwaltung kann nur so gut sein, wie ihr Chef. Hier sind Führungsqualitäten und Empathie gefragt.

So wie es in der Vergangenheit war, darf es nicht sein. Ich erinnere nur an die vielen ehrenamtlichen Helfer und die vielen Bürger und Bürgerinnen, die sich des Landesgartenschaugeländes angenommen haben.

Als Bürgermeisterin muss man sowohl die professionelle Tätigkeit der Mitarbeiter, aber auch besonders die ehrenamtliche Tätigkeit der Bürger und Bürgerinnen wertschätzen. In unserem Büro sind die Mitarbeiter bereits 27, 25 und 10 Jahre beschäftigt, das bedeutet doch, dass das bei uns gut läuft.

Unser Heloponte

Die Diskussion um unser Heloponte kann ich nicht nachvollziehen. Auf der Homepage steht:„Die Freizeitanlage Heloponte zählt dank Ihrer einzigartigen Kombination von lichtdurchfluteter Architektur und vielfältigen attraktiven Schwimm- und Sportangeboten zu den wichtigsten, ganzjährig nutzbaren Freizeiteinrichtungen der Region Nordhessen." Es wird als Familienbad der Region bezeichnet. Und genau das sollte es auch bleiben.

Was brauchen wir? Wir brauchen ein Schwimmerbecken, ein Nichtschwimmerbecken und ein Planschbecken, sowie einen Sauna-Bereich. Dies alles ist in unserem Heloponte vorhanden. Dass das Heloponte zu einer Zeit gebaut worden ist, in der man sich um Energiesparen keine Gedanken gemacht hat, bestätigt, dass sicherlich ein Sanierungsbedarf vorhanden ist. Eine teilweise Umgestaltung des Helopontes ist sicherlich auch notwendig, um heutige Sicherheitsstandarts einzuhalten. Deshalb bin ich dafür, das Heloponte an seinem jetzigen Standort zu erhalten und die Maßnahmen zu treffen, die notwendig sind, um ein für die heutige Zeit modernes und eine für die nächsten Jahre gut ausgerichtete Freizeitanlage zu errichten.

Dass eine Sanierung und ein teilweiser Neubau natürlich Geld kosten, ist nicht abzusprechen, auch dass unter Umständen Defizite entstehen, ist nachvollziehbar. Ich bin aber der Meinung, dass es eine öffentliche Aufgabe ist, unser Familienbad in Bad Wildungen zu erhalten, wobei man die Kosten auf jeden Fall im Blick behalten muss. Dass aber beim Betrieb des Heloponte Defizite entstehen können, die wir tragen müssen, schulden wir dem Allgemeinwohl.

Deutschland entwickelt sich aber zu einer Nation aus Nichtschwimmern.

Bei den Erwachsenen sind knapp 50% Nichtschwimmer. Heute können 59% der 10jährigen Kinder nicht mehr – oder nicht richtig - schwimmen. Gleichzeitig ertranken in den vergangenen beiden Jahren wieder deutlich mehr Menschen.

Es ist unsere gesetzliche Pflicht, jedem Grundschüler das Schwimmen beizubringen. Kinder müssen nicht nur Lesen und Rechnen lernen, sie müssen auch lernen, zu turnen und sie müssen lernen, zu schwimmen.

Deshalb und weil sie die wichtigste Freizeiteinrichtung in der Region Nordhessen ist, müssen wir die beste Lösung für das Heloponte finden und meines Erachtens schon vorgestern.

Die Kosten und etwaige Defizite müssen wir fest im Blick haben.

Deshalb muss genau überlegt werden, ob das Freibad in der jetzigen Form auf der einen Seite noch zeitgerecht, auf der anderen Seite notwendig ist. Zeitgerecht deshalb, weil das Wetter immer mehr Kapriolen schlägt, und das Außenbad nur dann attraktiv ist, wenn das Wasser auch eine entsprechende Temperatur hat, was wiederum mit erheblichen Kosten verbunden ist. Aber ich denke, dass die Entscheidung zum Freibad nicht so dringend ist, wie die Entscheidung zum Heloponte.

Und hier müssen wir auch auf Zuschüsse zurückgreifen. Die Hessische Landesregierung legt ein 50-Millionen-Förderprogramm auf. Dank dieses Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramms können Kommunen ab 2018 eine Förderung beantragen und ihre Maßnahmen planen. Ab 2019 können dann über einen Zeitraum von 5 Jahren bestehende Bäder
saniert und fit für die Zukunft gemacht werden. Schon 2007-2012 gab es ein solches Investitionsprogramm, warum hat der Bürgermeister Zimmermann dieses Programm damals nicht genutzt ?

Molkerei Itzelstraße

Wenn Sie mich fragen, wie ich zum „Umzug des Herkulesmarktes in die alte Molkerei stehe“, dann muss ich Ihnen folgendes sagen:

Dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung stehe ich skeptisch gegenüber, das Einzelhandelsgutachten überzeugt mich nicht in Gänze.

Das „Rumgeeiere“ der letzten 10 Jahre muss ein Ende haben. Andere Städte wie Eschwege, Dannenberg oder Bad Dürkheim haben es auch geschafft, ihre Altstädte zu beleben. Die leerstehenden Geschäfte in unserer Altstadt und jetzt auch schon in der Brunnenallee sind da keine gute Bilanz.

Die Richtlinien der Stadt Bad Wildungen zur Förderung von Maßnahmen im Rahmen der Entwicklung und Vitalisierung der Bad Wildunger Altstadt in der Fassung vom 11.06.2014 endeten stillschweigend am 31.08.2017. Diese wurden jetzt aber Gott sei Dank verlängert, sodass ich als Bürgermeisterin Sorge dafür trage, dass die betroffenen Bürger in den Genuss dieses Investitionsprogrammes kommen werden.

Die Verunsicherung von Investoren muss ein Ende haben, hier muss ein klares Konzept her, wenn dies nicht sogar mit den betroffenen Bürgern, wie etwa in Eschwege oder Witzenhausen geschehen, unter Mithilfe von Experten zusammen ausgearbeitet werden sollte. Wir werden jetzt für unsere Altstadt eine Lösung finden. Wenn das Herkules nicht in die Itzelstraße zieht, hilft das der Wiederbelebung der Altstadt auch nicht, das haben die letzten Jahre gezeigt.

Update:

wieder hat die Stadtverordnetenversammlung der Änderung des Bebauungsplanes Nr. 36 „Östlich der Altstadt“ zugestimmt. Bereits 2010 wurde ein Bebauungsplan für die Itzel aufgestellt. Dieser regelte die Art der baulichen Nutzung, die Zulässigkeit von Sortimenten und von innenstadtrelevanten Randsortimenten in festgesetzten Teilflächen. Dieser Bebauungsplan basiert auf dem Einzelhandelsgutachten von 2008. Dieses wurde im Juli 2017 fortgeschrieben, die Bad Wildunger Sortimentsliste wurde modifiziert sowie die Zulässigkeit von Verkaufsflächen für Handwerkbetriebe überarbeitet. Dieses alles findet sich in dem Änderungsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 05.02.2017. Gut, dass ist die rechtliche Grundlage. Ich meine, hier müssen wir umdenken. Seit 2010 hat diese Nutzungsvorgabe der Innenstadt nichts genutzt. Und ich bin der Überzeugung, dass die Zulassung von größeren Bebauungsmöglichkeiten in der Itzel der Innenstadt nicht schaden wird. Wir müssen für die Belebung der Innenstadt nach neuen Konzepten suchen, etwa wie in Bad Münstereifel. Hier wurden Outletläden im Kernbereich eröffnet. Bad Dürkheim – hier wurde in Zusammenarbeit mit der TU Kaiserslautern das Konzept des Innenstadtentwicklungsfond entwickelt. Die Beratung der Interessenten erfolgt kostenlos und umfasst u.a. die Lösung von Funktions- und Nutzungsproblemen, das Aufzeigen von Finanzierungsmöglichkeiten, bauliche, technische und gestalterische Aspekte sowie baurechtliche Fördermittel. Dannenberg (Elbe) – hier zeigte sich das Angebot einer symbolischen Grundmiete von € 1,00/qm im ersten Jahr als Auslöser für den Erfolg. Innerhalb eines halben Jahres konnten die Leerstände beseitigt und ein ausgewogener Branchenmix erreicht werden.
In Witzenhausen wurde eine Planungswerkstadt ins Leben gerufen.
Eschwege und viele andere haben es doch auch geschafft (vergleiche „Lebenswerte Innenstadt – Initiativen die bewegen – Gute Beispiele für Projekte und Initiativen der Innenstadtentwicklung – Ein Projekt des Forschungsprogrammes „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (EsWoSt) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung).

Auch der Haus- und Grundstückseigentümerverband Kassel für Hessen beschäftigt sich in seiner Februarausgabe 2018 mit der Belebung der Innenstadt, denn es darf bei der Belebung der Innenstadt nicht nur um die Beseitigung des Leerstandes der Geschäfte gehen, es geht auch um die dortigen Wohnbereiche.

Hier muss ich als Bürgermeisterin viel Überzeugungsarbeit leisten, auch in den eigenen Reihen der CDU. Aus zahlreichen Diskussionen weiß ich, dass bei zahlreichen Stadtverordneten ein Umdenkungsprozess in Gang gesetzt worden ist. Und ich bin mir sicher, dass ich eine Mehrheit im Stadtparlament davon überzeugen kann, dass ein anderer Weg besser für die weitere Entwicklung der Stadt ist.

Haus Österreich & Brunnenallee 1

Dass die Stadt das Haus Österreich gekauft hat, war ein guter Zug. Wie die Vermarktung allerdings stattgefunden hat, ist mehr als bedenklich. In diesem Zusammenhang muss man sich einfach Gedanken machen, ob nicht doch ein qualifizierter Wirtschaftsförderer eingesetzt werden muss.

Jedenfalls muss die neue Bürgermeisterin erst wieder Vertrauen schüren bei möglichen Investoren. So ein Hick-Hack darf es nicht geben.

Bad Wildungen braucht jemanden, der mit Herz, Verstand und Leidenschaft die Verhandlungen führt und genau das beabsichtige ich zu tun.

In diesem Zusammenhang muss auch über eine sinnvolle Verwertung und/oder Nutzung des Grundstücks in der Brunnenallee 1 nachgedacht werden. Dieses Filetgrundstück im Herzen der Stadt nur als Parkplatz zu nutzen ist wahrlich zu wenig. Hier muss eine Lösung her, die die Parkplätze erhält und trotzdem das Grundstück durch die entsprechende Nutzung aufwertet, ob das ein Lebensmittelmarkt ist, wage ich zu bezweifeln.