wer gestern in der Stadtverordnetenversammlung war, hat sich sicherlich sehr gewundert. Nach Vorstellung des Projektes Kurhaus hat die CDU die Verweisung in den Planungsausschuss beantragt. Allen Stadtverordneten bis auf die Fraktionsvorsitzenden, wurde das Projekt erstmalig vorgestellt. Dass dann Redebedarf besteht, ist doch klar. Die Verweisung in den Planungsausschuss ist da die richtige Konsequenz. Dass ein Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes gefasst wurde und hier die CDU zugestimmt hat, bedeutet noch keine Zustimmung zum Konzept der Projektentwickler PQ GmbH, plannQUADRAT und der Brendal Hotel Group. Diese stehen ja erst am Anfang ihrer Planungen. Unabhängig davon, was letztendlich auf dem Kurhausareal umgesetzt wird, bedarf es hier einer Änderung des Bebauungsplans.
Deshalb bleibe ich bei meiner Forderung, die Tiefgarage zunächst in Betrieb zu nehmen. Hier sind zahlreiche Interessenten, die die Parkplätze fest anmieten wollen, auch Besuchern müssen im oberen Bereich der Brunnenallee, Dr.-Born-Straße und Langemarkstraße dringend mehr Parkraum zur Verfügung gestellt werden.

Die Diskussion des Konzepts ist notwendig. Die Projektentwickler sprachen von einem Investitionsvolumen von 15 Mill. Euro für den Hotelbau. Auf dem Areal sollen daneben auch noch Eigentumswohnungen mit gehobener Ausstattung entstehen.
Warum haben die Projektentwickler nicht den Wunsch der Wildunger nach dem Erhalt des Kurhauses aufgenommen, weil die Verwaltung das so vorgegeben hat? Schließlich betreibt die Hotelgruppe in Heidenheim und Esslingen ihre Hotels auch in Kombination mit einer dort vorhandenen Stadthalle bzw. einem Kongresszentrum. Die Projektentwickler sprachen vom Synergieeffekt und genau darüber muss mit den Projektentwicklern gesprochen werden. Ziel muss es sein, in einem Kombinationsprojekt mit den Hotelbetreibern die vorhandenen Säle im Kurhaus wieder in Betrieb zu nehmen und ein Hotel daneben zu errichten. Dafür wird sich die Stadt finanziell engagieren müssen. Und dabei ist zu berücksichtigen, dass das heute leer stehende Kurhaus der Stadt jährlich € 230.000 kostet. Dieses Geld ist in einem Gemeinschaftsprojekt mit einem Hotelbetreiber besser aufgehoben. Und ein solches Konzept zu entwickeln, ist die Aufgabe einer Bürgermeisterin. Der jahrelange Stillstand beim Kurhaus und das passive Warten auf potenzielle Investoren haben der Stadt geschadet. Konstruktives Zusammenwirken mit potenziellen Hotelbetreibern ist angesagt.
Wenn jetzt Millionen notwendig sind, um das Kurhaus wieder in Betrieb zu nehmen, dann ist das ein Zeichen dafür, dass der Bürgermeister seiner Verpflichtung, die Immobilie in Stand zu halten, nicht nachgekommen ist. Die hohen Kosten fallen deshalb an, weil das Gebäude immer mehr baulich und technisch verfällt. Und von der Einwerbung von Fördermitteln wurde gar nicht gesprochen.

Ihre Bürgermeisterkandidatin
Christine Hedrich

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